CWF-Rußpartikelfilter

Bewähr­tes Prin­zip auf aktu­el­lem Stand der Technik

Das Catalytic-Wall-Flow Ruß­par­ti­kel­fil­ter­sys­tem, kurz CWF, ist eines der moderns­ten Par­ti­kel­fil­ter­sys­teme pas­si­ven Rege­ne­ra­ti­ons­kon­zep­tes. Viele Ergeb­nisse der kon­ti­nu­ier­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Tech­nik fin­den sich heute in dem Sys­tem wie­der. Die Vor­teile die­ser Ent­wick­lun­gen machen das CWF-Rußpartikelfiltersystem zu einem der viel­sei­tigst ein­setz­ba­ren Sys­teme sei­ner Art. Anwen­dun­gen in Nutz­fahr­zeu­gen On– und Off-road, im Schie­nen­ver­kehr, bei Schif­fen oder sta­tio­nä­ren Anla­gen sind pro­blem­los möglich.

 

Sys­tem­an­for­de­run­gen
  • 30% der Betriebs­zeit Abgas­tem­pe­ra­tu­ren über 250°C
  • Schwe­fel­ar­mer Kraft­stoff bis 350 ppm NF EN 590, opti­mal < 50 ppm
  • Gere­gelte Über­wa­chung der Filterfunktion
  • Rei­ni­gung von Asche­rück­stän­den ein­mal jähr­lich oder bei Anzeige durch die Filterüberwachung
Auf­bau

Das Fil­ter­me­dium des Sys­tems ist ein Cor­die­rit Wall-Flow Sub­strat der neus­ten Gene­ra­tion. Das Fil­ter­sub­strat wird mit einer kata­ly­ti­schen Beschich­tung aus Edel­me­tal­len und einem hoch­ak­ti­ven Wash­coat ver­se­hen, wel­ches die selbst­tä­tige, pas­sive Rege­ne­ra­tion schon ab Abgas­tem­pe­ra­tu­ren von 220 – 230°C ermög­licht. Bei der Ent­wick­lung der Beschich­tung wurde erst­mals mit berück­sich­tigt, die bei der Rege­ne­ra­tion von Par­ti­kel­fil­tern uner­wünschte Erhö­hung der NO2–Emis­sio­nen im Abgas zu minimieren.

Das beschich­tete Fil­ter­sub­strat wird mit einer tem­pe­ra­tur­be­stän­di­gen, elas­ti­schen Dich­tungs­matte in einem Edel­stahl Gehäuse fixiert. Die pra­xis­ori­en­tierte Kon­struk­tion des Gehäu­ses ermög­licht eine best­mög­li­che Hand­ha­bung des Fil­ter­sys­tems bei gleich­zei­tig größt­mög­li­cher Dich­tig­keit, Sta­bi­li­tät und Haltbarkeit.

Funk­ti­ons­weise

Das CWF-Rußpartikelfiltersystem ist spe­zi­ell für den Ein­satz bei Abgas­tem­pe­ra­tu­ren unter­halb von 300°C ent­wi­ckelt wor­den, so dass auch Die­sel­mo­to­ren mit nied­ri­gem Belas­tungs­zy­klus mit dem Sys­tem aus­ge­rüs­tet wer­den kön­nen. Den­noch benö­tigt der CWF-Rußpartikelfilter weder eine zusätz­li­che aktive Ener­gie­quelle (Hei­zung, Bren­ner) noch Kraftstoff-Additive zur Rege­ne­ra­tion, da die kata­ly­ti­sche Beschich­tung des Fil­ter­sub­stra­tes die Rege­ne­ra­ti­ons­tem­pe­ra­tur der Ruß­par­ti­kel deut­lich redu­ziert. So wird ohne zusätz­li­chen Ener­gie­auf­wand eine auto­ma­ti­sche und kon­ti­nu­ier­li­che Rege­ne­ra­tion des Fil­ters erreicht.

Die Fil­tra­tion der Par­ti­kel erfolgt durch die erzwun­gene Durch­strö­mung der porö­sen Kanal­wände („Wall Flow“) des Fil­ter­sub­stra­tes, da die qua­dra­ti­schen Kanäle wech­sel­sei­tig ver­schlos­sen sind. Durch die beson­dere Kanal­struk­tur und die dün­nen Zwi­schen­wände ergibt sich eine größt mög­li­che Fil­ter­ober­flä­che. Damit ver­bun­den wird sowohl eine opti­male Aus­nut­zung der Reak­ti­ons­flä­che für die Oxi­da­tion der Ruß­par­ti­kel als auch eine hohe Spei­cher­fä­hig­keit von Asche­res­ten erreicht.

Zulassungen/Prüfungen

Das CWF-Rußpartikelfiltersystem erfüllt alle bekann­ten Zulas­sungs­vor­schrif­ten für Par­ti­kel­fil­ter­sys­teme. Mit der erfolg­reich bestan­de­nen VERT-Prüfung erhielt das Sys­tem als eines der Ers­ten gleich­zei­tig auch die Kon­for­mi­tät zur neuen Luft­rein­hal­te­ver­ord­nung (LRV) des schwei­zer Bun­des­amt für Umwelt (BAFU). Mit der Num­mer KBA 17170 wurde vom Kraft­fahrt­bun­des­amt eine all­ge­meine Betriebs­er­laub­nis für das CWF-Rußpartikelfiltersystem erteilt, die für eine Nach­rüs­tung von Nutz­fahr­zeu­gen On-road zwin­gend erfor­der­lich ist.

Mit Erlan­gung der CARB-Verification hat das CWF-Rußpartikelfiltersystem die Zulas­sung für den ame­ri­ka­ni­schen Markt, unter­schrei­tet mit sei­nen Abschei­de­leis­tun­gen die Grenz­werte der TRGS 554 in Deutsch­land und wurde vom Tüv-Nord in die Par­ti­kel­m­in­de­rungs­klasse 2 ein­ge­stuft; der bes­ten Klas­si­fi­zie­rung für Nachrüst-Partikelfiltersysteme.

Die erreich­ten Werte, sowohl bei den Abnah­men des Tüv-Nord nach den Richt­li­nien der Anlage 27 zur StVZO als auch die Ergeb­nisse des VFT1-Tests als Bestand­teil der VERT-Prüfung,  doku­men­tie­ren beste Wir­kungs­grade des Fil­ter­sys­tems. So wer­den Ruß­par­ti­kel (PM) um > 99%, Koh­len­was­ser­stoffe um 99% und Koh­len­mon­oxyd um mehr als 96% reduziert.

Instal­la­tion und Überwachung

Der CWF-Rußpartikelfilter ist schnell und ein­fach zu instal­lie­ren. Auf­grund der guten Schall­dämm­werte kann das Sys­tem pro­blem­los gegen den Original-Schalldämpfer aus­ge­tauscht wer­den, bzw. bei Neu­bau­ten direkt anstelle des Schall­dämp­fers vor­ge­se­hen wer­den. Zum Lie­fer­um­fang gehö­ren neben dem Fil­ter­sys­tem eine Ein– und eine Aus­lass­haube. Die Ein­lass­haube ist ab Werk mit je einem Anschluss für eine Druck– und Tem­pe­ra­turüber­wa­chung aus­ge­stat­tet. Zur Ver­ein­fa­chung der Funk­ti­ons­über­wa­chung kann eine ein­fa­che elek­tro­ni­sche Ein­heit mit optischer/akustischer Anzeige sowie ein Daten­log­ger zur Auf­zeich­nung der Druck– und Tem­pe­ra­tur­da­ten ein­ge­baut wer­den. Lesen Sie hierzu auch unsere Infor­ma­tio­nen unter PTL-Filterüberwachung oder spre­chen Sie uns direkt an.

War­tung und Reinigung

Die pra­xis­ori­en­tierte Kon­struk­tion des CWF-Rußpartikelfiltersystems macht eine Rei­ni­gung des Fil­ter­sub­stra­tes mit weni­gen Hand­grif­fen mög­lich. Durch öffnen der paten­tier­ten Dop­pel­si­cken­schel­len lässt sich der Cent­er­body (Fil­ter­sub­strat mit Gehäuse) von den fest instal­lier­ten Ein– und Aus­lass­hau­ben des Sys­tems lösen. Dabei müs­sen die Gewin­de­bol­zen der Dop­pel­si­cken­schel­len nur so weit geöff­net wer­den, dass die Schel­len über die Man­tel­si­cken gescho­ben wer­den kön­nen. Durch die glat­ten Flan­schauf­la­gen zwi­schen den Hau­ben und dem Cent­er­body lässt sich die­ser ein­fach zwi­schen den Hau­ben her­aus lösen, sobald die Schel­len ver­scho­ben wur­den. Das Fil­ter­me­dium kann nun mit öl– und was­ser­freier Druck­luft mehr­fach von bei­den Sei­ten aus­ge­bla­sen wer­den. Wir emp­feh­len den Rei­ni­gungs­vor­gang unter einer geeig­ne­ten Absau­gung durch­zu­füh­ren oder im Ide­al­fall einen Par­ti­kel­fil­ter­rei­ni­ger zu ver­wen­den. Nähere Anga­ben hierzu fin­den Sie auch im Bereich Fil­ter­rei­ni­gungs­an­la­gen.

Ist das Fil­ter­sub­strat von allen Rück­stän­den befreit, kann der Cent­er­body wie­der ein­ge­baut wer­den. Dabei ist zu beach­ten, dass die auf dem Typen­schild ange­zeigte Durch­fluss­rich­tung ein­ge­hal­ten wird. Um Still­stands­zei­ten der Maschine bzw. des Fahr­zeugs so gering wie mög­lich zu hal­ten, bie­ten wir Ihnen Aus­tausch­schall­dämp­fer in ent­spre­chen­der Sys­tem­größe an, die wäh­rend der Fil­ter­rei­ni­gung anstelle des Cent­er­bo­dys zwi­schen die Hau­ben mon­tiert wer­den kön­nen. So kann die Maschine / das Fahr­zeug auch wäh­rend der Fil­ter­rei­ni­gung wei­ter betrie­ben werden.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen sowie Anfra­ge­for­mu­lare fin­den Sie in unse­rem Down­load Bereich.

Gern bera­ten wir Sie auch per­sön­lich bei Ihrem kon­kre­ten Anwen­dungs­fall.
Spre­chen Sie uns an!